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Makuladegeneration (AMD)

Der Erhalt der Sehfähigkeit ist entscheidend für eine hohe Lebensqualität im Alter. Wenn sich das Sehvermögen mit den Jahren verschlechtert, ist dies möglicherweise nicht nur eine "normale” Abnahme des Sehvermögens oder eine nicht passende Brille, sondern kann auch auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen: die altersbezogene Makuladegeneration (AMD).

Was ist AMD?

Bei dieser Erkrankung gehen die Sinneszellen der Netzhaut im Bereich des schärfsten Sehens (Makula) allmählich zu Grunde.

Anzeichen einer beginnenden schweren Verlaufsform können sich schon im Alltag bemerkbar machen: Gerade Linien wie z. B. die Badezimmerkacheln erscheinen plötzlich verzerrt und gebogen. Im späteren Stadium der Krankheit erscheint ein grauer Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes. Dieser kann sich soweit ausbreiten, dass die Gesichtszüge des Gegenübers nicht mehr erkannt werden – im schlimmsten Fall bleibt nur das äußere Gesichtsfeld erhalten, so dass Lesen, Fernsehen oder Autofahren vielleicht nicht mehr möglich sind.

Es besteht die Gefahr, dass ein Großteil der Selbständigkeit im Alltag verloren geht. Meist beginnt die AMD einseitig, sodass dies dem Patienten zunächst gar nicht auffällt.

Für eine erfolgreiche Behandlung der AMD ist aber ein frühzeitiges Erkennen wichtig. Die Aussichten auf Erhalt der Sehfähigkeit sind so bedeutend größer.

Gibt es Risiken für AMD?

Neben dem allgemeinen Älterwerden des Menschen besteht ein erhöhtes Risiko bei Menschen mit:

  • Bluthochdruck
  • erhöhten Blutfetten
  • Übergewicht
  • Rauchern und Ex-Rauchern
  • familiärem Vorkommen von AMD.

Was wird bei der Netzhautuntersuchung durchgeführt?

Eine gründliche Vorsorge und somit frühzeitige Erkennung der AMD wird in erweiterter Pupille durchgeführt. Dazu werden Ihnen Augentropfen gegeben. Nach einer Einwirkzeit von ca. 30 Minuten wird an der Spaltlampe der Augenhintergrund vergrößert untersucht.

Auf Grund der Pupillenerweiterung sind Sie für etwa 3-4 Stunden vermehrt geblendet und sehen eventuell vorübergehend unscharf, so dass Sie nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen können.

Ihr Nutzen

Durch eine frühzeitige Diagnose können bereits kleinere Veränderungen einer geeigneten Behandlung zugeführt werden oder es werden präventive Maßnahmen mit Ihnen erörtert. Die Möglichkeiten des Erhalts der Sehkraft können sich deutlich verbessern.

Diese Vorsorge können Sie auch mit der Glaukom-Vorsorge (Grüner Star) kombinieren.

Wie häufig sollte eine Netzhautuntersuchung durchgeführt werden?

Wir empfehlen eine Vorsorge ab dem 60. Lebensjahr. Zeigt die Vorsorge keine behandlungs-bedürftigen Befunde, haben Sie für die nächsten 2 Jahre gut vorgesorgt. Bei Risikofaktoren ist eine jährliche Vorsorge wichtig und bereits ab dem 55. Lebensjahr zu empfehlen. Bei familiärem Vorkommen kann die Vorsorge auch in früheren Jahren durchgeführt werden.